ArchivHier finden Sie schon länger zurückliegende Berichte und Zeitungsartikel. Archiv:BerichteZwei Jahre Kampf um das Alte Klinikum, zwei Jahre LuuP e.V.– Verlauf und Stand der Dinge –16.05.2003 morgens Presseberichte über erneute Bauabsichten der Generali im Alten Klinikum 16.05.2003 abends Gründung der Interessengemeinschaft ''Lasst uns unseren Park (LuuP)`` danach bis zum Juli 2004 der Versuch, über Öffentlichkeitsaktionen, Medienbeteiligung, Politikkontakte, Unterschriftenlisten... den Verkauf des Geländes an die Generali zu verhindern 08.10.2003 die Generali erhält - ohne Beifügung des geforderten Nutzungskonzeptes - als Meistbietende den Zuschlag beim Verkauf des Alten Torhauses, Goethestrasse 27 02.02.2004 LuuP e.V. wird gegründet und erhält die Anerkennung der Gemeinnützigkeit 07.07.2004 gegen über 6000 Unterschriften Aachener BürgerInnen erfolgt Beschluss des Rates, dem Kaufbegehren der Generali stattzugeben. Dies eilig in der letzten Sitzung vor der Kommunalwahl; Grüne und PDS votieren gegen den Verkauf 15.07.2004 der Planungsausschuss beschliesst mit der Mehrheit von SPD und CDU eilig in seiner letzten Sitzung vor der Kommunalwahl die formale Eröffnung des Verfahrens zur Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Alte Klinikum und die vorgezogene Bürgerbeteiligung dazu. 26.09.2004 bei der Kommunalwahl; In Aachen gewinnt, völlig gegen den Landestrend Rot-Grün. Verluste erleiden massiv CDU und SPD in je gleicher Höhe. Grüne gewinnen – dies signifikant hoch – rund um das Alte Klinikum. Hier holen sie bis zu über 30% der Stimmen. 26.01.2005 die erste Bürgerbeteiligung zur Aufstellung des Bebauungsplanes Altes Klinikum (welches nun schon von der Stadt selber AMB Campus genannt wird) findet im Couvengymnasium statt. In diesem Rahmen erklärt die Generali öffentlich, niemals ein Interesse am Alten Torhaus gehabt zu haben. 08.02.2005 LuuP e.V. schreibt den OB abermals mit der Bitte, das denkmalgeschützte Torhaus nunmehr pflegen und als Bürger- und Begegnungshaus nutzen zu dürfen an. LuuP e.V. verpflichtet sich zu fachgerechter Sanierung des Hauses über Spendenmittel. 12.02.2005 der OB lässt das Torhaus erneut zum Verkauf ausschreiben. 15.03.2005 der Wohnungs- und Liegenschaftsausschuss verkauft das Haus an einen privaten Investor, der neben der dort drohenden Grossbaustelle eine Eisdiele eröffnen möchte. Das Gebot und das Nutzungskonzept von LuuP e.V. bleiben unberücksichtigt, da der gebotene Geldwert von einem Euro inakzeptabel war. 09.05.2005 am Torhaus hängt ein Schild: “Lust zu mieten?” Mai 2005 lehnt die Verwaltung einen Antrag auf Nutzung des Geländes durch einen konfessionellen Veranstalter ab. Zum Weltjugendtag im August sollte ein Zeltlager im Alten Klinikum stattfinden. Die Verwaltung kann die Genehmigung nicht erteilen, da sie ''nicht mit Sicherheit sagen kann, dass dann noch keine Baustelle auf dem Gelände ist``. Im Kaufvertrag ist ausdrücklich festgehalten, dass der Park bis zum ''ernsthaften Baubeginn`` den Aachenern gehört, der Besitz also erst dann an die AMB Generali übergeht. Dies zumindest haben die BürgerInnen und LuuP e.V. erreicht; Im Gegensatz zum Kauf des letzten Bauabschnittes, der 10 Jahre nicht bebaut wurde, die gesamte Zeit über jedoch eingezäunt war, ist der Rest des Parks trotz des erneuten Verkaufsbeschlusses noch für uns alle offen. Um bauen zu können, muss ein Bebauungsplan entwickelt und der Flächennutzungsplan, in dem das Alte Klinikum bislang als öffentliche Grünfläche ausgewiesen ist, geändert werden. Hier haben wir BürgerInnen im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Bürgerbeteiligung zum ersten Mal juristische Möglichkeiten, zu stören und zu verhindern. Gelingt es uns, die Baugenehmigung zu verhindern, bleibt das Alte Klinikum laut Vertrag im Besitz der Stadt und damit der AachenerInnen. Nichts also ist verloren, keiner hat etwas gewonnen und der Park bleibt was er war: Ein wichtiger Grund, sich gegen die Allherrlichkeit eines Konzerns und die Erpressbarkeit der Aachener Politik zu wehren. Weiterhin werden wir Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungen durchführen. Bei dieser Arbeit brauchen wir Hilfe. Neben dem weiterhin sorgsamen Umgehen mit dem Park, wünschen wir uns von Euch aktive Mitarbeit bei LuuP e.V. . Also, einfach Kontakt zu uns aufnehmen! Euer LuuP e.V. 21.05.2005 Welthausfest
Mi. 16. Februar 2005 Hier können die Bürger im Rahmen der Bürgerbeteiligung zum Bebauungsplanverfahren ihre Anregungen, Kritik und sonstigen Dinge loswerden. Lieben Dank allen, die diesen Weg nutzen!!! Di. 08. Februar 2005 Altes Torhaus — Offener Brief an Dr. Linden...Sa. 12. Februar 2005 ... und die prompte Reaktion darauf:Verkauf des Torhauses am alten Klinikum in Aachen, Goethestraße 27 Zitat: „Die Stadt Aachen beabsichtigt den Verkauf des unter Denkmalschutz stehenden Torhauses an der Goethestraße. Das zweigeschossige Gebäude hat eine Nutzfläche von ca. 95 m² . Das noch zu bildende Grundstück hat eine Größe von ca. 250 m² . In dem Grundstück liegen Versorgungsleitungen (Strom, Gas, Wasser) der STAWAG, die zu übernehmen sind. Die STAWAG ist weiterhin Eigentümer eines Raumes neben der Toreinfahrt, in dem sich eine Trafostation befindet (s. Lageplan) Der Eingang zum Parkgelände verläuft zur Zeit durch den Torbogen. Dieser Eingang wird von der Stadt Aachen verlegt.”
Eines Kommentars dazu bedarf es wohl nicht!
So. 27. März 2005 Ostereiersuche im Park
Ja, da war er wieder, der Osterhase.
1300 Eier wurden gesucht und gefunden von über 250 Menschen.
LuuP e.V. bedankt sich für einen wunderschönen Tag.
Wir hoffen und kämpfen dafür, dass es dies auch im nächsten Jahr noch geben wird.
Fr. 08. April 2005 Grußwort von LuuP e.V. an BIBa e.V. (Bürgerinitiative Bahnhofplatz)
Sehr geehrter Herr von Reis,
Einige wenige, gewählt, weil aufgestellt, entscheiden ab dem Tag nach der jeweiligen Kommunalwahl selbstherrlich, was in unserer Stadt zu geschehen hat. Man hat den Eindruck, als gäbe es das Wahlvolk mit seiner Kompetenz und seinem Wissen um die Bedürfnisse der Stadt als Ganzes und des einzelnen Bürgers innerhalb der Legislaturperiode nicht. Zuhören oder gar konstruktive Zusammenarbeit zwischen Bürgern und Politik werden von Letzterer unter Berufung auf das bereits erlangte Mandat abgelehnt. Bürgerinitiativen wie die unsere werden ignoriert, Bürgerwünsche ins Lächerliche gezogen, Interessen unserer Stadt unter Anlegung unabgewogener Maßstäbe verwaltet. Symptomatisch dafür die Aussage von Herrn Zillmann (SPD), dass auch ein Bürgerentscheid, der sich gegen die aktuellen Umbaupläne des Bahnhofplatzes ausspricht, nichts mehr an der getroffenen Entscheidung der Politik ändern würde. Eine solche Haltung ist als zutiefst undemokratisch und rechtlich nicht haltbar einzustufen. Ihrer Initiative ist es zu verdanken, dass die Aachener sich dessen bewusst werden, dass sie durchaus Möglichkeiten zur Mitgestaltung haben, auch gegen den Willen der Politik. Es muss heute darum gehen, dass Kommunen und ihre Bürger miteinander agieren, diskutieren, abwägen und entscheiden. Eine Stadt, deren Politik diese Notwendigkeit nicht begriffen hat, wird langfristig keine zukunftsfähige Gestaltung des kommunalen Miteinanders erreichen und in Provinzialität versinken. LuuP e.V. dankt Ihnen allen für Ihr Engagement. Wir sind mehr als zuversichtlich, dass Sie die vorgeschriebene Zahl der Unterschriften für einen Bürgerentscheid erreichen werden und wünschen Ihnen viel Erfolg beim Entscheid selber. Unserer personellen und logistischen Unterstützung können Sie sich bei Bedarf stets sicher sein.
Mit herzlichen Grüßen,
Mehr zum Thema finden Sie auf der Homepage von BIBa e.V. AZ 09.April 2005 Die Woche in Aachen (Ausschnitt) Albrecht Peltzer Die Woche in Aachen: Die Kirche gehört ins DorfDer Ton wird rauher, das Klima ist vergiftet. Eine Gesprächsbasis gibt es zwischen Grünen und Bürgerinitiative Bahnhofsplatz nicht mehr. Es ist an der Zeit, alle Beteiligten einmal daran zu erinnern, worum es geht. Die Frage, ob die Bahnhofstraße künftig an die Lagerhausstraße angekoppelt ist oder nicht, hat beileibe keinen staatstragenden Charakter. In dieser Stadt gibt es angesichts extrem hoher Arbeitslosigkeit, angesichts einer Strukturkrise von Handel und Gewerbe wichtigere Fragen zu klären. Der Aachener Wissenschaftler Rudolf Juchelka hat es sprichwörtlich auf den Punkt gebracht: Man muss die Kirche im Dorf lassen. Was sich rund um das Thema Bahnhofsvorplatz abspielt, ist ein ganz normaler Planungskonflikt, der überall da auftaucht, wo Veränderungen anstehen. Die Frage ist nur, wie man sich dem Konflikt stellt, welche Lösungsstrategien man wählt. Und da dürfen alle Beteiligten ruhig noch einmal das eigene Verhalten hinterfragen. Die Verwaltung zum Beispiel, ob sie den richtigen Planungsansatz hat. Die Antwort lautet klar: Nein. Die Politik, ob sie den richtigen Stil gewählt hat. Auch hier: Nein. Die Bürger, ob sie denn immer den richtigen Ton treffen - was auch bisweilen schwer bezweifelt werden darf. Wenn zum Beispiel die Initiative Klinikumspark wettert und die Initiative Bahnhofsplatz applaudiert, dass in Aachen «selbstherrlich Politik» gemacht wird, ist das Pauschal-Polemik der überflüssigsten Art. Also: Kirche da lassen, wo sie hingehört, durchatmen und gemeinsam (!) nach tragfähigen Kompromissen suchen. So einfach ist das.
Leserbrief zu AZ 09.04.05; WochenrückblickRichtig, "was sich rund um das Thema Bahnhofsvorplatz abspielt, ist ein ganz normaler Planungskonflikt, der überall da auftaucht, wo Veränderungen anstehen". Ebenso verhält es sich mit der geplanten Bebauung im Alten Klinikum. Wenn wir unter diesem Konflikt die Unvereinbarkeit von Motiven, Handlungskonzepten und Verhaltensweisen im Bereich Aachener Stadtplanung verstehen, ist nachzuvollziehen, welch "stadttragender" Charakter der diesbezüglichen Auseinandersetzung inne wohnt. Hätten die Bürger "die Kirche im Dorf gelassen", dann hätten sie sich dafür ausgesprochen, an Gebräuchen nichts zu ändern, ihre Ansichten entgegen den eigenen Wünschen und wider besseres Wissen zurückzuhalten. Was, wenn die Arbeit z.B. von BIBa e.V. und LuuP e.V. als Bündelung und Ausdruck von Symptomen verstanden wird und der eigentliche Konflikt darin besteht, dass Bürger Verantwortung übernehmen, ihre Kompetenz einbringen möchten, es aber nicht dürfen? Was, wenn 10.000 Unterschriften für den BIBa-Antrag und vorher 6000 gegen den Verkauf des Alten Klinikums als Angebot der Bürger verstanden werden, gemeinsam für unsere Stadt zu planen, dies aber von Politik abgelehnt wird? Äußere Merkmale von Polemik sind scharfe Äußerungen, persönliche Angriffe und der Verzicht auf sachliche Argumente, die dem sachlichen Charakter einer vernünftigen, rationalen Diskussion entgegenstehen. Unser Schreiben an BIBa e.V. beschäftigt sich im Schwerpunkt mit dem Wunsch nach gemeinsamen Gesprächen mit der Politik, nach verantwortungsbewusster Teilhabe am Geschehen in unserer Stadt auch zwischen den Wahlen. Unsere resümierende Aussage bezüglich der Selbstherrlichkeit Aachener Politik aus dem Zusammenhang gerissen, wirkt tatsächlich polemisch. Annähernd zwei Jahre bitten wir die Politik, gemeinsam (!) tragfähige Kompromisse/ Alternativen zu suchen. Die fast regelmäßige Reaktion darauf ist das Ignorieren von Anschreiben und Bitten um gemeinsame Gespräche, es sei denn, unsere Anfragen sind auch der Presse bekannt. Dies Verhalten wird – von der Presse nicht moniert – ergänzt von scharfen Äußerungen, so in Ausschuss- und Ratssitzungen, persönlichen Angriffen, mit Vorliebe bei Fragestunden für Einwohner, sowie Verzicht auf rationale Argumente, da diese durch den reinen Willen der Generali, exakt in diesem Park bauen zu wollen, keine Basis mehr haben. Pauschal wird die Arbeit, auch unser Einsatz vor Ort von der Politik ignoriert. Im August letzten Jahres stellten wir den Antrag, uns als Anerkennung unserer Leistung offiziell die Reinigungspatenschaft für das Alte Klinikum zu übertragen. Bis heute erfolgte keinerlei Reaktion. Nach dem Rücktritt der Generali vom Kauf des ersten Torhauses an der Goethestraße baten wir zum wiederholten Male um ein Gespräch bezüglich der restaurierenden Nutzung und Unterhaltung des Hauses durch unseren Verein. Immerhin hatten wir das Ziel, das Haus durch persönlichen Einsatz im Besitz der Stadt und damit der Aachener zu belassen. Sofort reagierte die Verwaltungsspitze mit der erneuten Ausschreibung des Hauses. Ein Gespräch gab es wieder nicht. So einfach ist das. Mit Verlaub, Herr Peltzer, wir liegen doch nicht wirklich weit auseinander mit unserer Einschätzung der passenden Streitkultur. Allerdings gehören dazu mindestens zwei Gesprächspartner, die einander achten, zuhören, antworten, miteinander abwägen. Erwarten Sie tatsächlich von BürgerInnen, die zwei Jahre lang gegen eine Mauer wahlweise der Ignoranz oder der Polemik anlaufen, dass sie noch auf ein Miteinander hoffen? Und wenn ja, mit wem denn?
Mit freundlichen Grüßen, Staub, nix als Staub, bis jetzt.... Das "Bündins gegen den Sozialkahlschlag Aachen" veranstaltete am 20.10.03 eine Demonstration zum Thema "Alle gemeinsam gegen Sozialkahlschlag". Die Veranstalter, darunter die Akademischen Arbeitslosen, Antikriegsbündnis, Attac Campus, IG Metall Aachen, SAV, V V N-BdA, Welthaus, Widerstand International, waren der Ansicht, dass die aktuelle Problematik um das "Alte Klinikum" als lokales Beispiel für die Folgen des Angriffs auf die sozialen Sicherungssysteme durch die deutsche Sozialpolitik zu sehen ist. Daher wurde LuuP gebeten, im Rahmen der Veranstaltung zu sprechen. Gerne nahmen wir diese Einladung an, da wir die Meinung teilen, dass die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger, der Menschen in unserer Stadt, dringend wieder in den Vordergrund der Debatten gestellt werden müssen. Hier gelangen Sie zur Ansprache von Michaela Stöber zur o.g. Demonstration. Archiv:Zeitungsartikel AN-online 24.07.2003 Was die alten Bäume erzählen Aachen (an-o) - Ob Hangeweiher oder Kurgarten, ob Farwickpark oder die Wallanlagen - sie sind die "grüne Lunge" der Großstadt Aachen und erzählen viel aus vergangenen Zeiten. Diplom-Biologe Peter Gleißner führt wieder durch die prächtigen Aachener Parks. AZ - 23.07.2003 Park am Alten Klinikum: IG verzeichnet hohen Zulauf - Parteigründung? Rückenwind für die Gegner des Bauvorhabens der AMB Geberali im Park des Alten Klinikums: Bei ihrer jüngsten Sitzung konnte die Interessengemeinschaft (IG) "Lasst uns unseren Park" mehr als 30 neue Mitglieder aufnehmen. "Dabei handelt es sich fast ausschließlich um direkte Anwohner", so die Sprecherin der IG, Michaela Stöber. Avantis geht jetzt in die Offensive Aachen. Zumindest ein nagendes Problem sind die Städte Aachen und Heerlen jetzt los. Die Europäische Kommission hat das Verfahren gegen die Bundesrepublik wegen angeblicher Verstöße gegen EU-Richtlinien beim grenzüberschreitenden Gewerbegebiet Avantis eingestellt. Immer noch stand der Vorwurf im Raum, in Avantis werde der natürliche Lebensraum von wild lebenden Pflanzen und Tieren - hier vor allem dem mittlerweile berühmt-berüchtigten Feldhamster - verstoßen. Da auch nationale Gerichte die Klagen der Naturschützer bereits abgelehnt haben, ist das juristische Hickhack um das möglicherweise unmögliche Nebeneinander von Hightech-Branchen und verbuddelten Nagern beendet. Mehrere Jahre wurde quasi Jagd auf den Hamster gemacht. Nicht um ihm den Garaus zu machen. Nein, um ihn zu finden. Denn die Existenz dieser Tierchen in der Horbacher Börde wurde stets schwer in Zweifel gezogen. Gleichwohl wurden umfangreiche Ausgleichsflächen für Feldhamster angelegt, damit sich europäisches Gewerbes Gewerbe ansiedeln könne. Doch - auch - der Hamsterstreit sorgte für ziemliche Flaute. Avantis ist zur Zeit sicherlich Europas schönstes Skater-Areal, von tausenden geschaffenen Arbeitsplätzen ist weit und breit nichts zu sehen - pure Einöde. Das soll sich nun ändern. «Nach der Einstellung der Verfahren kann jetzt alle Kraft und Energie wieder in die städtebauliche Entwicklung und Vermarktung von Avantis gelenkt werden», so Oberbürgermeister Jürgen Linden am Mittwoch in Reaktion auf die frohe Kunde aus Brüssel. Denn Avantis sollte mit seinen insgesamt 100 Hektar Gewerbefläche einmal europäisches Modellprojekt in Sachen Gewerbegebiet sein. Nirgendwo haben sich bisher Kommunen zweier Staaten aufgemacht, gemeinsam die wirtschaftliche Entwicklung ihrer Region voranzutreiben. Jetzt geht das Buhlen um die großen Firmen in die nächste Runde. Besonders umworben werden Unternehmen aus der Informations- und Kommunikationsbranche, der Automobiltechnologie der Medizin-und Laserforschung. Aachens grüne Lungen Aachen. Die Anlaufstelle Öffentlichkeitsarbeit Stadtbaum des Aachener Stadtbetriebs lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger in den nächsten Wochen und Monaten wieder zu monatlichen Parkführungen ein. Unter der fachkundigen Leitung von Diplom-Biologe Dr. Peter Gleißner
finden Führungen jeweils am letzten Samstag im Monat statt - im Dezember
eine Woche früher.
Sie beginnen um 14 Uhr, dauern etwa zwei Stunden und finden auch bei
schlechtem Wetter statt. Die Führungen sind kostenfrei, eine vorherige
Anmeldung ist nicht erforderlich.
Die Aachener Park- und Grünanlagen - vom kleinsten Spielplatz bis
zum Waldpark - sind nicht nur die Grüne Lunge unserer Stadt und sommerlicher
Rückzugsraum, wenn die Stadtwohnung unerträglich heiß
wird. Sie und jeder einzelne Baum, der dort gedeiht, sind zugleich Zeugen
vergangener Epochen und lebender Ausdruck unterschiedlicher Lebensstile.
Die großen Anlagen wie Lousberg, die Wallanlagen, der Kurpark Monheimsallee
und Burtscheider Kurgarten sind in der Romantik entstanden. Auch dieser
Hintergrund ist Gegenstand der Führungen.
Die ältesten, öffentlichen Anlagen Aachens stammen aus napoleonischer
Zeit: Der Ostfriedhof wurde 1803 eröffnet und hat im August sein
200-jähriges Jubiläum. Der Düsseldorfer Hofgärtner
Maximilan Friedrich Weyhe hat an mehreren Stellen in Aachen gewirkt. Die
Wallanlagen zwischen Bastei und Ponttor sind ab 1807 nach seinen Plänen
begrünt worden (Führung im Juli).
Der Lousberg wurde von ihm ab 1815 bepflanzt (Führung im September).
Der Kurpark Monheimsallee wird dieses Jahr 150 Jahre alt. Anhand von Entwürfen
des Gartenarchitekten Peter Josef Lenné wurde er ab 1853 als Hospitalgarten
angelegt (Sonderführung mit dem NAK Mitte September). Der Kaiser-Friedrich-Park
schließlich ist Ausdruck der Postromantik der Aachener Gründerzeit
und wird Ende Oktober präsentiert.
Termine und Treffpunkte der Samstagsführungen (zweites Halbjahr):
26. Juli: Wallanlagen Saarstraße/Ludwigstraße und Park Veltmanplatz,
Treffpunkt am Weiher am Veltmanplatz; 30. August: Ostfriedhof, Treffpunkt
Haupteingang an St. Josef; 27. September: Waldpark Lousberg, Treffpunkt:
Aufgang Rütscher Straße/Ecke Nizzaallee; 25. Oktober: Kaiser-Friedrich-Park
(Hangeweiher), Treffpunkt Eingang Aachener- und Münchener Allee/Hermann-Löns-Allee;
29. November: Farwickpark, Treffpunkt Eingang Pippinstraße/Chlodwigstraße;
20. Dezember: Paulinenwäldchen, Treffpunkt Wanderparkplatz Paulinenwäldchen/
Zum Blauen Stein.
Außer der Reihe gibt es noch folgende Termine: In Zusammenarbeit
mit der VHS Aachen gibt es am Samstag, 11. Oktober, von 14 bis 15.30 Uhr
ein Seminar zum Thema Der Kurgarten - das grüne Herz von Burtscheid
(Kurs P 10106, kostenpflichtig, Information und Anmeldung bei VHS Aachen,
47920).
Im Rahmen der Kunstaktion William Engelen - Partitur Stadtgarten des
Neuen Aachener Kunstvereins gibt es am 14. September um 14.00 Uhr eine
parkhistorische Führung im Kurpark Monheimsallee (Infos unter http://www.heimat.de/nak).
Weitere Auskünfte beim Aachener Stadtbetrieb, Dr. Peter Gleißner,
Telefon 0241/432-1879, E-Mail: Peter.Gleissner@mail.aachen.de IG: "Bauen kann man überall" Bisher rund 2000 Unterschriften gegen die PLäne der AMB am alten Klinikum Aachen (dd). Eine weitere Bebauung auf dem Gelände
des alten Klinikums lehnt die IG "Lasst uns unseren Park" ab.
Sie reagiert damit auf das Kaufangebot der Aachen-Münchener Beteiligungsgesellschaft
(AMB), die der Stadt weitere 50 Prozent des Areals abkaufen will.
Eine weitere Bebauung sei weder aus ökologischer,
noch aus sozialer Sicht vertretbar, so die Mitglieder der Interessengemeinschaft.
Eine wichtige Frischluftschneise werde gefährdet, die unwiederbringliche
Vielfalt an Flora und Fauna vernichtet. Zudem glaubt die IG nicht daran,
dass dort neue Arbeitsplätze entstehen. Im bereits entstandenen AMB-Neubau
auf dem Gelände seien nur Mitarbeiter beschäftigt, die zuvor
in anderen Häusern des Unternehmens untergebracht waren, meint die
Interessengemeinschaft.
"Kein Cent Gewerbesteuer"
Und sie legt nach: "Seit Jahren zahlt die AMB keinen
Cent Gewerbesteuer an die Stadt. Damit leistet die größte ansässige
Unternehmensgruppe den niedrigsten Beitrag zur Konsolidierung des städtischen
Haushaltes. AZ - 16.07.2003 AMB-Offerte stößt auf Zustimmung und Kritik Altes Klinikum: Kommentare von CDU und Grünen
Altes Klinikum: AMB will Park-Grundstück Aachen-Münchener: Der Stadt Angebot unterbreitet - 32 000 Quadratmeter Aachen (dd). Die Aachen-Münchener Beteiligungsgesellschaft (AMB) unterbreitete der Stadt Aachen ein Angebot für den Kauf einer Fläche im Gelände des "Alten Klinikums". Nach Angaben der Grünen soll es sich um ein Grundstück von 32 000 Quadratmetern handeln. AN - 09.07.2003 Kritik an den Bauplänen der AMB Generali Von Nachrichten-Mitarbeiterin Anke Heinrichs AZ - 05.07.2003 Ausschuss entmachtet Aachen (-ps-). "Das ist eine Entmachtung des Ausschusses", ärgert sich der planunungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Norbert Plum. AZ - 04.07.2003 Warum nicht nach Avantis? Leserbrief von Dr. Jürgen Aretz zu den Expansionsabsichten der AMB Generali im Park des Alten Klinikums. AZ - 02.07.2003 "Silicon-Valley" auf dem Aachener AMB-Campus Klares "Ja" zum Ausbau und zur Zukunft des Standortes Aachen Aachen. Nach nur knapp zwei Jahren Bauzeit hat die AMB Generali Holding AG - der drittgrösste Erstversicherungskonzern Deutschlands - in Aachen eines der modernsten und grössten privatwirtschaftlich betriebenen Rechenzentren Europas fertiggestellt. AZ - 02.07.2003 Anzeige "AMB GENERALI Konzern hat jetzt auch seine IT-Zentrale in Aachen" Modernste Architektur mit hoch sicherer Technik vereint. Super Mittwoch - 02.07.2003 Notizen aus der Wirtschaft
AMB Generali "gut vernetzt" Aachen (gep). Hier laufen die Drähte zusammen: Der Versicherungskonzern AMB Generali Holding AG hat ein neues Rechnezentrum für 75 Millionen Euro am Hauptsitz in Betrieb genommen. Der Standort ost ausbaufähig, Vorstandschef Walter Thiessen will "weitere Arbeitsplätze schaffen". AZ - 01.07.2003 "Silicon Valley" in Aachen Aufwertung für den Standort Aachen: Mit dem neuen Rechen-, IT-Dienstleistungs und Druckzentrum in Aachen hat die AMB Generali eine zusätzliche 75-Millionen-Euro-Investition getätigt, die die Zukunft des Unternehmens absichert, aber vor allem auch die gesamte Wirtschaftsregion stärkt. AZ - 01.07.2003 Altes Klinikum: AMB Generali will im Park weiter wachsen Konkrete Expansionspläne - "Hunderte Arbeitsplätze möglich" AN - 01.07.2003 AMB braucht "Park"-Raum Der Versicherungskonzern will weiter wachsen - auf dem Gelände des Alten Klinikums AZ - 10.06.2003 Picknick am Alten Klinikum AN - 04.06.2003 Keine gepflegtere Grünfläche in Aachen Michaela Stöber nimmt für die IG zur diskutierten weiteren Bebauung des Parks Stellung. AN - 04.06.2003 Nach Lust und Laune Ein Leserbrief von Prof. Horst Ulrich zu dem Artikel "Ist der Park in Gefahr" vom 16.05.2003 AN - 04.06.2003 Kaum noch freie Flächen Leserbrief von R. Claus zur Idee, den Park des Alten Klinikums weiter zu bebauen. AZ - 24.05.2003 Plädoyer für Klinikum-Park Interessengemeinschaft gegründet - Sammlung von Unterschriften AZ - 16.05.2003 AMB wirft Auge auf Klinik-Park Grüne alarmiert - OB bestätigt erste Gespräche Aachen. Eine der wichtigsten ökonomischen Nischen im Stadtgebiet steht erneut zur Disposition - dies jedenfalls fürchten die Grünen. AN - 16.05.2003 Ist der Park in Gefahr? Aachen. Die Grünen fürchten um den noch verbliebenen Park auf dem Altklinikumsgelände. Bäume und Büsche seien durch erneute Erweiterungsbestrebungen der AMB Generali in Gefahr. Die Versicherung selbst spricht von ersten Überlegungen. Altes Klinikum bleibt Grünfläche Rat beschliesst Änderung des Flächennutzungsplans Aachen (gei). Das Gelände des Alten Klinikums wird im
Flächennutzungsplan als Grünfläche ausgewiesen. Dies hat
der Rat der Stadt am Mittwoch gegen die Stimmen der CDU beschlossen.
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